An einer Ausstellung waren Arbeiten von Schüler:innen des Schwerpunktfachs Bildnerisches Gestalten zu bestaunen.
Text Janine Strasser und Manuela Hugi
Fotos Jannick Sommer
Zum Thema «Transit» und mit der Materialvorgabe «Ton» gestalteten Schüler:innen des 25g-Jahrgangs in 40 Unterrichtsstunden – während der Zügelphase in den Neubau am Standort Schadau – eigenständige Abschlussarbeiten.
Die Keramikdesignerin Eva Vogelsanger aus Bern führte die Lernenden in einem zweitägigen Workshop in das Arbeiten mit Ton ein. Dabei zeigte sie die Eigenschaften des Materials, seine Herkunft, den Verarbeitungsprozess sowie seine Bedeutung in der Kulturgeschichte auf.
Die künstlerisch-experimentellen und forschenden Abschlussprojekte wurden am 18. März 2025 in den neuen BG-Räumen über der Doppelturnhalle präsentiert.
Jona Reichen setzte sich performativ mit der Thematik der Beeinflussung und Formung des eigenen Ichs durch das Umfeld auseinander. Sie bedeckte ihren Körper mit Ton und lud das Publikum ein, diesen während 40 Minuten zu verändern. Still auf einem Stuhl sitzend, liess sie die Besucher:innen ihren Oberkörper umgestalten.
Isabelle Ganz arbeitete mit Video und thematisierte das Zusammenspiel von äusseren Einflüssen und Kontrollverlust im kreativen Prozess. Sie bat Menschen, in ihre Tonarbeit einzugreifen, dokumentierte diese Eingriffe und präsentierte sie als Teil ihrer Arbeit.
Selina Boss und Karuniya Vijayarajah erweckten die Darstellung einer Sage auf einer antiken Vase mit einem Animationsfilm zum Leben. Die Figuren lösten sich von der Vase und erzählten die Geschichte der Entführung von Persephone – reflektiert aus heutiger Perspektive.
Die Installation von Moritz Wülser, Roja Morandi und Anouk Graf zeigte zerbrochene Tonbüsten der CEOs der fünf grössten Erdölkonzerne. Aus den Bruchstücken entfalteten sich organische, von Pflanzen überwachsene Formen. Eine Videoprojektion im Hintergrund verdeutlichte die Intentionalität der Zerstörung dieses ungleichen Systems durch verschiedene Individuen, während die wachsenden Elemente am Boden die Idee eines Neuanfangs symbolisierten.
Andere Projekte verwandelten beispielsweise ein Berner Tram in einen Atelierraum, in dem Tonobjekte entstanden. Es wurde mit Glasscherben auf Ton experimentiert, wodurch eine Art Korallenriff entstand. Eine weitere Arbeit thematisierte die Erinnerung an ein Schmuckstück aus Ton: Nicht das Schmuckstück selbst stand im Zentrum, sondern seine Funktion als Illustration einer vergangenen Geschichte.





















































