Editorial

Inhalte

Theorie, Praxis und Persönlichkeitsbildung


Theorie, Praxis und Persönlichkeitsbildung


Im Rahmen eines Aufsatzes im Fach Deutsch konnten Schülerinnen und Schüler des 25f-Jahrgangs ihre Erfahrungen im Berufsfeldunterricht reflektieren.

 

Text  Tobias Lerch

 

Der berufsfeldbezogene Unterricht in den Bereichen Gesundheit, Soziale Arbeit und Pädagogik bietet, wie im Lehrplan vermerkt, Einblicke in zentrale Aspekte der Arbeitswelt und unterstützt bei der Wahl des beruflichen Weges. Er vermittelt Grundwissen, praktische Fähigkeiten und wichtige Haltungen. Leyla Kühner (Gesundheit), Alaya Gerzner und Yamina Röthlisberger (Soziale Arbeit) haben reflektiert, wie sie diesen Unterricht erlebt haben und inwiefern die Bildungsziele erreicht wurden. 

 

Gesundheit: Theorie trifft Praxis – Leyla Kühner 

Leyla Kühner beschreibt, wie der Berufsfeldunterricht im Bereich Gesundheit ihr Verständnis für den menschlichen Organismus vertieft hat. Ein Experiment im Fach Humanbiologie veranschaulichte die Wirkung elektrischer Reize auf Muskelkontraktionen: «Zwei Probandinnen wurden mit Elektroden am Unterarm beklebt und über ein elektrisch leitendes Kabel verbunden. Eine Teilnehmerin konnte die Stärke der Reize einstellen und hatte die Aufgabe, eine Hand zur Faust zu ballen. Bei der anderen hatte der Unterarm eine ruckartige Kontraktion zur Folge. Ziel des Experimentes war es, zu zeigen, dass Muskelkontraktionen Folge eines elektrischen Reizes sind. Dank dieses anschaulichen und eindrücklichen Experiments verstand ich diesen komplexen Prozess viel besser.» 

 

Auch die Vorbereitung auf den Umgang mit Patient:innen und Angehörigen wurden geübt. Rollenspiele im Psychologieunterricht fördern Empathie und Kommunikationskompetenz: «Nach dieser Übung fühle ich mich vorbereitet auf verschiedene Reaktionen von Angehörigen. Auch konnte ich das Beantworten von Fragen trainieren. Ich fühle mich selbstbewusst hinsichtlich eines solchen Gesprächs und denke, dass ich ruhig auf Fragen antworten könnte.»

 

Leyla Kühner reflektiert auch kritisch ihre Berufswahl und erkennt, dass die Ausbildung sie trotz Kurskorrekturen bereichert hat: «Nach meinen Erlebnissen in allen drei Berufsfeldern entschied ich mich dagegen, Lehrerin zu werden. Die ernste Atmosphäre im Spital und die damit verbundene Spannung gefielen mir. Ich war fasziniert von den verschiedenen Karrieremöglichkeiten und der Chance, Menschen zu helfen.»

 

Soziale Arbeit: Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen – Alaya Gerzner und Yamina Röthlisberger 

Alaya Gerzner reflektiert die Bildungsziele im Berufsfeld Soziale Arbeit und betont die Bedeutung von Selbst- und Sozialkompetenz: «Ich habe gelernt, die eigene Meinung zu vertreten, aber auch andere zu akzeptieren.» Sie schreibt, das Verständnis für gesellschaftliche Prozesse entstehe nicht allein durch Unterricht, sondern durch persönliche Auseinandersetzung: «Ich bin der Meinung, dass es dazu eine selbstständige Auseinandersetzung und Hinterfragen des Stoffes benötigt.» Die FMS habe sie gut auf die Zukunft vorbereitet – nicht nur fachlich, sondern auch menschlich: «Besonders unterstützt und an den Punkt gebracht, an dem ich heute bin, haben mich Lehrpersonen und Klassenkamerad:innen.» 

 

Yamina Röthlisberger sieht den Berufsfeldunterricht als Nährboden für ihr wachsendes Interesse an der Sozialen Arbeit: «Unter anderem die FMS hat diese kleine Flamme in mir grösser werden lassen.» Sie hebt die Verknüpfung von Theorie und Praxis hervor und betont den Wert der Praktika: «Allein durch das Beobachten oder den Austausch mit den Fachkräften verschafft man sich einen ziemlich guten Überblick.» Auch das Fördern zwischenmenschlicher Kompetenzen wird als zentraler Bestandteil der Ausbildung erlebt: «Es wurde viel Wert auf die zwischenmenschlichen Kompetenzen gelegt und nicht nur auf die fachlichen.» 

 

Die Erfahrungen der Schülerinnen machen deutlich: Theorie, Praxis und Persönlichkeitsbildung greifen ineinander und bereiten nicht nur auf Berufe, sondern auf das Leben vor. 

 

 

 

1

Abschlussklassen

Verabschiedungen

Archiv

Theorie, Praxis und Persönlichkeitsbildung


Im Rahmen eines Aufsatzes im Fach Deutsch konnten Schülerinnen und Schüler des 25f-Jahrgangs ihre Erfahrungen im Berufsfeldunterricht reflektieren.

 

Text  Tobias Lerch

 

Der berufsfeldbezogene Unterricht in den Bereichen Gesundheit, Soziale Arbeit und Pädagogik bietet, wie im Lehrplan vermerkt, Einblicke in zentrale Aspekte der Arbeitswelt und unterstützt bei der Wahl des beruflichen Weges. Er vermittelt Grundwissen, praktische Fähigkeiten und wichtige Haltungen. Leyla Kühner (Gesundheit), Alaya Gerzner und Yamina Röthlisberger (Soziale Arbeit) haben reflektiert, wie sie diesen Unterricht erlebt haben und inwiefern die Bildungsziele erreicht wurden. 

 

Gesundheit: Theorie trifft Praxis – Leyla Kühner 

Leyla Kühner beschreibt, wie der Berufsfeldunterricht im Bereich Gesundheit ihr Verständnis für den menschlichen Organismus vertieft hat. Ein Experiment im Fach Humanbiologie veranschaulichte die Wirkung elektrischer Reize auf Muskelkontraktionen: «Zwei Probandinnen wurden mit Elektroden am Unterarm beklebt und über ein elektrisch leitendes Kabel verbunden. Eine Teilnehmerin konnte die Stärke der Reize einstellen und hatte die Aufgabe, eine Hand zur Faust zu ballen. Bei der anderen hatte der Unterarm eine ruckartige Kontraktion zur Folge. Ziel des Experimentes war es, zu zeigen, dass Muskelkontraktionen Folge eines elektrischen Reizes sind. Dank dieses anschaulichen und eindrücklichen Experiments verstand ich diesen komplexen Prozess viel besser.» 

 

Auch die Vorbereitung auf den Umgang mit Patient:innen und Angehörigen wurden geübt. Rollenspiele im Psychologieunterricht fördern Empathie und Kommunikationskompetenz: «Nach dieser Übung fühle ich mich vorbereitet auf verschiedene Reaktionen von Angehörigen. Auch konnte ich das Beantworten von Fragen trainieren. Ich fühle mich selbstbewusst hinsichtlich eines solchen Gesprächs und denke, dass ich ruhig auf Fragen antworten könnte.»

 

Leyla Kühner reflektiert auch kritisch ihre Berufswahl und erkennt, dass die Ausbildung sie trotz Kurskorrekturen bereichert hat: «Nach meinen Erlebnissen in allen drei Berufsfeldern entschied ich mich dagegen, Lehrerin zu werden. Die ernste Atmosphäre im Spital und die damit verbundene Spannung gefielen mir. Ich war fasziniert von den verschiedenen Karrieremöglichkeiten und der Chance, Menschen zu helfen.»

 

Soziale Arbeit: Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen – Alaya Gerzner und Yamina Röthlisberger 

Alaya Gerzner reflektiert die Bildungsziele im Berufsfeld Soziale Arbeit und betont die Bedeutung von Selbst- und Sozialkompetenz: «Ich habe gelernt, die eigene Meinung zu vertreten, aber auch andere zu akzeptieren.» Sie schreibt, das Verständnis für gesellschaftliche Prozesse entstehe nicht allein durch Unterricht, sondern durch persönliche Auseinandersetzung: «Ich bin der Meinung, dass es dazu eine selbstständige Auseinandersetzung und Hinterfragen des Stoffes benötigt.» Die FMS habe sie gut auf die Zukunft vorbereitet – nicht nur fachlich, sondern auch menschlich: «Besonders unterstützt und an den Punkt gebracht, an dem ich heute bin, haben mich Lehrpersonen und Klassenkamerad:innen.» 

 

Yamina Röthlisberger sieht den Berufsfeldunterricht als Nährboden für ihr wachsendes Interesse an der Sozialen Arbeit: «Unter anderem die FMS hat diese kleine Flamme in mir grösser werden lassen.» Sie hebt die Verknüpfung von Theorie und Praxis hervor und betont den Wert der Praktika: «Allein durch das Beobachten oder den Austausch mit den Fachkräften verschafft man sich einen ziemlich guten Überblick.» Auch das Fördern zwischenmenschlicher Kompetenzen wird als zentraler Bestandteil der Ausbildung erlebt: «Es wurde viel Wert auf die zwischenmenschlichen Kompetenzen gelegt und nicht nur auf die fachlichen.» 

 

Die Erfahrungen der Schülerinnen machen deutlich: Theorie, Praxis und Persönlichkeitsbildung greifen ineinander und bereiten nicht nur auf Berufe, sondern auf das Leben vor. 

 

 

 

Top