Am Känguru-Wettbewerb, einem mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für rund 6 Millionen Teilnehmende, nahmen auch Schüler:innen des Gymnasiums Thun teil.
Text Lena Heusler (27gS)
Bilder www.kaenguru-schweiz.ch
Das Ziel der Veranstaltung ist die Unterstützung der mathematischen Bildung an den Schulen, die Freude an der Beschäftigung mit der Mathematik zu wecken und zu festigen und durch das Angebot an interessanten Aufgaben die selbstständige Arbeit zu fördern. Vom Gymnasium und der FMS Thun haben im letzten Schuljahr insgesamt 63 Schüler:innen am internationalen Känguru-Wettbewerb wahlweise auf Deutsch, Englisch oder Französisch teilgenommen. Darunter auch die 28gQ, welche als Pilotklasse die Knobelaufgaben in Teams zu zweit oder dritt bearbeiten durfte. (Nora Bauer)
Rückblick von Lena Heusler, 27gS
Mir gefiel besonders, dass man wie bei Rätseln um die Ecke denken oder logisch kombinieren muss. Dabei merkt man, dass Mathematik nicht nur eine Sammlung von Formeln und Regeln ist, sondern auch Kreativität erfordert.
Das zeigt sich zum Beispiel bei der Fünf-Punkte-Aufgabe 23 (Abb1). Ich bin so vorgegangen, dass ich das gesamte Gebilde mit Variablen gefüllt habe. Als erstes fiel mir auf, dass sich die «Dreiecke» mit der Vier und der Eins einen Kreis teilen müssen: nämlich den Grauen an zweiter Stelle von links. Die Zahl dort nannte ich vorläufig x. Im grauen Kreis ganz links schrieb ich die Variable y. Folglich wäre die Summe in den «Dreiecken» jeweils x+y+1. Schnell merkte ich, dass ich mit nur diesem Zahlentripel alle restlichen Kreise füllen konnte. Danach war es nicht mehr schwer zu schlussfolgern, dass x=2 und y=4 sein muss. So hatte ich in allen Kreisen Zahlenwerte eingetragen und musste nur noch die Inhalte der grauen Kreise addieren, um auf die richtige Antwort C zu kommen.
Ich mag die Aufgabe, weil sie im ersten Moment vielleicht schwierig wirkt, aber mit etwas Nachdenken plötzlich ganz einfach wird. Bei solchen Fragestellungen ist es spannend, wenn man sich hinterher mit Klassenkameraden oder Freunden darüber austauschen kann, weil sie oft andere Ideen und Herangehensweisen haben. Manchmal ärgere ich mich dann zwar, weil die Lösung mit ihrer Erklärung eigentlich offensichtlich einfacher wirkt – ich aber während des Wettbewerbs nicht darauf gekommen bin. Nichtsdestotrotz freue ich mich immer wieder auf 75 Minuten ungestörtes Knobeln. Denn auch wenn man sie nicht lösen kann, macht es Spass, sich an den schwierigeren Aufgaben zumindest zu versuchen.»
Statements weiterer Teilnehmer:innen
«Es war witzig, dass die Jahrzahl als 45² auf den Unterlagen stand.»
«Die Preise, die offiziell gegeben wurden, finde ich doof. Ansonsten finde ich den Känguruwettbewerb sehr spannend und würde ihn gerne mal wieder machen.»
«Die Aufgaben fordern logisches Denken, das mag ich sehr.»
«Ich fand es sehr toll, dass wir den Känguru-Wettbewerb in Gruppen machen konnten. So konnte man sich auch aufteilen und wenn man nicht weiter wusste, konnte man sein Team um Hilfe bitten.»
Im Schuljahr 2025/26 gibt es für alle eine Möglichkeit zur Teilnahme in Teams. Anmelden kann man sich Anfang März über seine Mathematiklehrkraft.





















































